FQ 2019 was bleibt


Es hat nun doch länger gedauert, bis ich alles beisammen hatte. Das FQ 2k19 ist vorbei und ich habe mich in der Zeit mit einigen Dingen dahingehend auseinander gesetzt. Zu nächst einmal die alljährliche Verschmutzung des Traisenufers: Darüber gibt es nichts neues zu berichten, auch wenn die Putzkräfte wirklich sehr gute Arbeit leisten, geht es mir vor allem um die Verschwenderische Nutzung von Lebensmitteln. Wo ist der Spirit von wegen, wir müssen recyceln oder Essensverschwendung muss eingedämmt werden? Verliert dies alles an Bedeutung wenn man alkoholisiert ist? Ich sah während des FQ teils 16 Jährige (wenn die überhaupt schon so alt waren) die über einen Trichter und einem langen Schlauch viel Alkohol auf ex trinken nur um dann lauthals auf zu grölen und dann zu Atemlos durch die Nacht das nächste Bier/Eristof/etc. zu leeren. Als ich nach dem FQ an der Traisen spazieren ging, fand ich wieder Lebensmittel, die eigentlich noch komplett in Ordnung waren, aber sie wurden in einem Saft aus Urin, Alkohol und teilweise erbrochenen einfach liegen gelassen. Warum ist das so? Können diese Festival Gäste, nicht essen? Ist es ihnen egal was sie anrichten, weil sie ja nur Spaß haben wollen? In der Traisen haben sie sich wieder die Köpfe mit kleinen Einwegshampoo-Flaschen gewaschen. Diesen liegen nun am Grund der Traisen, wo sie schön langsam Richtung schwarzem Meer wandern. Ich hab mich mal schlau gemacht. Letztes Jahr blieben 330,8 Tonnen Müll (1) zurück! Ich hab mich natürlich gefragt, was hat meine Stadt St.Pölten eigentlich davon? Image? Kultur? Wenn das die Kultur ist und das Image, für welches St.Pölten stehen soll, dann kann ich gut darauf verzichten.

Die Frage bleibt: Was hat St.Pölten von dieser Veranstaltung?

Bei meiner Recherche bin ich auf das Wort Lustbarkeitssteuer (Vergnügungssteuer) gestoßen. Vergnügungssteuer: Die Vergnügungssteuer, auch Lustbarkeitsabgabe genannt, ist eine Abgabe auf Veranstaltungen wie etwa Bälle, Partys, Konzerte, Kabaretts, und gilt auch auf das Betreiben von Spielautomaten. Sie ist in den Landesgesetzen geregelt. In diesen Rahmengesetzen ermächtigt jedes Bundesland seine Gemeinden, Vergnügungssteuer einzuheben. Sowohl die Definition des Begriffes als auch die Festlegung des Steuersatzes und die Entscheidung, ob die Abgabe überhaupt eingehoben wird, liegen im Ermessen der Gemeinden (2)

Natürlich gibt es Veranstaltungen die von der Vergnügungssteuer befreit sind. Das FQ aber nicht. Was natürlich bedeuten würde, dass das FQ doch St.Pölten etwas bringt, außer Schmutz und Verschwendung. Durch das eingenommene Geld werden wahrscheinlich neue Projekte gefördert, welche helfen sollen St.Pölten noch lebenswerter zu machen. DENKSTE. Laut einem Beschluss des Gemeinderates heißt es : Vereinbarung mit der Musicnet Entertainment GmbH betreffend FM4-Frequency 2019

Das Festival FM4-Frequency, das in der Zeit vom 15.bis 17.08.2019 im öffentlichen Interesse der Stadt stattfindet, wird mit einem Betrag, welcher der Höhe der Lustbarkeitsabgabe entspricht, unterstützt. (3)

Übersetzt: Die Stadt hat nichts davon!

Ich habe das mal nachgerechnet, wenn die Vergnügungssteuer 5% beträgt, wären das ca. 1Mio. Euro! Damit könnte z.B. der öffentliche Verkehr ausgebaut werden, neue kulturelle Einrichtungen könnten gebaut oder alte gefördert werden und noch vieles mehr. Die Frage ist immer noch, warum wird sowas beschlossen? Wer trifft so eine kurz gedachte Entscheidung? Weiters will ich jedem FQ-Geher und Geherin noch einen Rat mit geben. Wenn Ihr wirklich für den Umweltschutz seit (Friday 4 future) und wenn Ihr das wirklich ernst meint wofür Ihr demonstrieren geht. Dann fangt bitte bei Euch an!

Jede/r FQ Besucher/in die dies beherzigt und den eigenen Müll auch wegräumt, bzw. mit den Lebensmitteln nicht verschwenderisch umgehen, Ihr seit jederzeit herzlich willkommen. Zum Schluss, noch ein großes Lob an das gesamte Räumungsteam.

Quellen:

1.Die Presse

2. Vergnügungssteuer

3. Beschluss

#FQ

© Fabian Altphart